26. März  2020

Ich stehe mit der Erde und die Erde schüttelt sich.

Ihre Oberfläche ist weich und uneben und meine nackten Füße sinken wohlig seufzend in ihr Gewebe.

 

In einer Tanzimprovisation setze ich Grenzen. Einschränkungen. Nur von A nach B bewegen. Nur den rechten Arm. Nur fünf Sekunden....sowas. Das macht enorm viel Spontanität möglich. Grenzen beruhigen. Erzählen mir genau, was ich zu tun habe. Das tut gut. Und schafft einen gemeinsamen Boden mit meinen MittänzerInnen.

Es liegt in der Natur der Einschränkung, dass die Eingeschränkten ihre Grenzen abtasten und nach Möglichkeiten suchen, die Grenzen zu weiten und hier und da zu überschreiten. Oder Freiheiten erfinden im Rahmen der Grenzen. 

So fühlt sich das Leben auch grad an. Eine große Improvisation.

Mit neuen Freiheiten. Mit Innovationen.

Meine Innovation ist, für meine Arbeit digitale Wege zu beschreiten. Eine gemeinsame Exploration zu skypen!

Mich mit Kolleginnen per whatsapp-mini-Tanz-Performances auszutauschen.

Einen Bewegungsimpuls aufzunehmen und bei YouTube hochzuladen.

Absurd! Völlig unpassend! nicht mein Ding!

Hätte ich noch vor zwei Wochen empört aufgeschrien.

Jetz tue ichs. Und es macht mir ein abenteuerliches Vergnügen!

 

Hier gibts einen link zu den Achten!

Als "Nacharbeitung" für unsere Stunde vom Dienstag.

Aber vielleicht bist Du ein Gast auf dieser Seite und magst auch mal reinschauen. So bedenke: Das ist mein allersretes Unterrichtsvideo!!! Sei bitte milde mit Deinem Urteil. Danke. 

22. März 2020

 

Kontaktimpro mit Baum

 

Ich stehe am Baum.

Ich nehme Kontakt auf.

Ich nehme ihn wahr, mit allen meinen Sinnen.

 

 

Ich sehe ihn und untersuche seine Rinde, ich rieche das Grün in seiner Haut.  Ich ertaste seine Haut und durch diesen Kontakt - nehme ich mich wahr. Meine Haut. Meine Grenze.

Ich schmecke ihn, wenn ich ihn mit meiner Zunge koste.

Oder einen Tautropfen von einer seiner Knospen auffange.

Ich höre ihn. Ich möchte glauben, dass ich das Rauschen der Flüssigkeiten in seinem Inneren hören kann. Und wenn ich ganz sicher bin, dass wir beide alleine sind - umarme ich ihn!

Vielleicht sage ich "Hallo Du" und höre ihn freundlich: "Na,Katja?"

Ich fühle mich eingeladen, mein Gewicht an seinen Stamm zu legen. Durch seine Struktur hindurch spüre ich bis in seine Wurzeln hinein. Und fühle meine Füße am Boden.

Durch seinen Stamm spüre ich bis in seine Krone hinein. Und fühle meinen Kopf.

Durch ihn hindurch und an ihm entlang spüre ich in seine Äste und Zweige hinein. Und fühle meine Arme.

Ich schiebe ihm meine Wirbelsäule entgegen. Jeden einezelnen Wirbel will ich im Kontakt fühlen und rolle mich ab. Ich nehme wahr, wie der Kontakt sich verändert. Ich gehe um meinen Baum herum, ohne die Berührung zu unterbrechen. Also drehe ich mich um seinen Stamm und der Kontaktpunkt rollt an seinem und an meinem Körper entlang. Vom Rücken über die Schulter, zur Brust....um meine Seite zu fühlen, hebe ich die Arme, beuge die Beine, so kann ich mich noch mehr in ihn hineinlehnen. Ich lassen den Kontaktpunkt dahinrollen, wo ich meinen Körper fühlen möchte. Dafür muss ich mich manchmal verdrehen, biegen und beugen...für diesen Tanz tue ich das gerne.

Ich nehme das Aussen wieder wahr...die Sonne auf meiner Haut. Die Geräusche um mich her. O, guckt da etwa jemand zu? Ich breite meine sechs Beine aus.

Verabschiede mich.

Ich gehe weiter.

 

19. März 2020

 

Ich stehe mit der Erde, die nackten Füße fest auf dem Grasboden verankert.

Heute will ich meine Augen nicht zu machen. Ich will alle Sinne öffnen.

Die Eichen sehen, die Vögel hören, meine Nachbarinnen, die mit mir stehen. Das rührt mich. Ich sehne mich so nach Kontakt. Nach echter Berührung. Mit meinem Atem löst sich eine Träne, vielleicht zwei.

Heute habe ich Angst. Mir steht eine Zahnwurzelbehandlung bevor und ich bin erinnert an eine Situation als Zehnjährige, in der ich mich mit einer Zahnwurzelbehandlung allein gelassen fühlte und sehr stark und tapfer tat. Weil die Situation es so brauchte.

Heute brauche ich einen Kreis unterstützender Frauen um mich. Und da sind sie. Ich bin so dankbar.

Aber mein Bedürfnis nach echtem Kontakt braucht Druck. Und Reibung. Berührung. Widerstand. Den können sie mir nicht geben. Wir halten Abstand.

 

Ich gehe in den Wald. Ich gehe icn meinen Körper. Ich lehne mich an die Stämme, suche Druck. Suche Widerstand. Ich tanze kleine Kontaktimpros mit verschiedenen Buchen, die mir zugetan sind. Umarme sie. Lasse mich umarmen.

Spannung löst sich in mir. Bis ich laut und genussvoll ausatmen kann. Das tut so gut. Das hab ich gebraucht.

Ich jogge ein paar Schritte. Kann fühlen, wie mein Gewicht den Widerstand des Bodens trifft. Im ganzen Körper. Alle Gelenke stellen sich auf diesen Aufprallmoment ein. Mein Zwerchfell federt, als wäre (m)ein Kind  in ein Trampolin hineingesprungen und all die anderen Trampolinschichten in meinem Körper federn mit. Der Boden gibt mich frei und ich schwebe für einen winzigen Moment und breite mich im Raum aus. Ich breite mich aus!

Ich fühle die verschiedenen Faszienschichten aneinander vorbeirutschen, forciere diesen Gleiten, mein Joggen wird ein Tanz. Meine äußeren Schichten umarmen meine inneren. Da finde ich meine ängstlichtapfere Zehnjährige....

Meinen Psoas will ich noch fühlen, meine Hüfte öffnen. ich stelle mich auf einen umgekippten Baumstamm und lasse mein eines Bein hängen, bis sich tief in meinem Bauch etwas verlängert, nachgibt und schmilzt "wie ein warmer Karamellbonbon".

 

Ich fühl mich glücklich und satt.

 

17. März 2020

 

Wer innehält erhält innen Halt.

 

 

Versinkt aber vielleicht auch in Strukturlosigkeit oder Isolation oder was anderem Unguten.

Zu viel Innehalten im Sinne des Nichts-Tuns oder Vorm-Bildschirm-Hängen verklebt unser Bindegewebe und macht uns damit viel anfälliger für Ängste und Krankheiten!

 

Deshalb möchte ich Euch einladen, mit mir "mit der Erde zu stehen".

 

In der Gemeinschaft, in der ich wohne, praktizieren wir das (wenn wir gut sind - und im Moment sind wir gut) jeden Morgen um 8.15 Uhr und  - in dieser besonderen Zeit - probieren wir ab heute noch einen zweiten Anker um 18.15 Uhr!

Wir stehen für eine Viertelstunde und meistens sprechen wir gar nicht.

Mir tut es gut, zwei tägliche Verbindungspunkte zu etablieren, aber ich möchte mir manchmal auch die Freiheit nehmen, vielleicht ganz woanders und allein, vielleicht auch zu einer anderen Zeit zu stehen und mich so zu verbinden.

Übrigens nicht nur mit der Siedlungsgemeinschaft, sondern auch mit einer viel grösseren Community, die mit der Erde steht! Morgens um 8.15Uhr steht auch die Gemeinschaft aus der "Akademie für angewandtes gutes Leben" im Schwarzwald mit Heike Pourian, die dieses Ritual ins Leben gerufen hat!

 

Und natürlich mit der Erde und dem Leben höchstselbst.

 

In diesem Sinne, möchte ich Dich einladen, diesem Feld beizutreten, uns beizustehen - egal wo Du gerade bist!!

 

Dazu ein paar einleitende Gedanken von Heike Pourian:

(wenn Du den ganzen Text lesen möchtest, gehe auf https://standing-with-the-earth.com/mit-der-erde-stehen/)

Wir stehen und spüren, wie unsere Füße den Boden berühren.
Um einen Zugang zu bekommen, hilft vielleicht das Bild, das viele von uns vom Buchcover des „kleinen Prinzen“ kennen: Der Prinz schwebt irgendwo in den Weiten des Universums und an seinen Füßen klebt „sein“ Planet“, unwesentlich größer als er selbst. Die beiden ziehen einander Kraft ihrer Masse an: Der Planet den Prinzen und der Prinz den Planeten. Es ist eine Beziehung, die auf Gegenseitigkeit beruht. Und genauso verhält es sich mit uns und der Erde, auch wenn die Erde viel größer ist und sehr viele Menschen und noch viel mehr andere Lebewesen sie bevölkern. Genau diese Verbundenheit wollen wir wahrnehmen und würdigen.

Wir stehen also und spüren diesen Planeten unter unseren Füßen.

Unsere Knie sind locker, die Gelenke weich, wir lassen unser Gewicht in den Boden fallen – bis zum Mittelpunkt der Erde und spüren, wie die Unterstützung der Erde uns aufrichtet.
Wir lassen überschüssige Anspannung los und werden zu Zeug*innen der Bewegung, die in uns entsteht, ohne dass wir etwas tun. Ein Dialog entsteht, ein Tanz zwischen uns und der Erde.

Dann richten wir unsere Aufmerksamkeit zunehmend auch nach außen: Wir öffnen unsere Sinne: hören, riechen, spüren alles um uns herum. Nehmen die Vögel genauso wahr wie die Autos.
Wir verbinden uns mit den Bäumen, den Steinen, dem Wasser, dem Wind, dem Leben. Und verbinden uns auch mit der Verschmutzung und Vergiftung, der Ausbeutung, der Abholzung, dem Verlust von Vielfalt, all dem verschwundenen Leben!
Wir verbinden uns damit, dass das Leben an sich in Gefahr ist. Und wir verbinden uns mit unserer Liebe zum Leben.

Wir verbinden uns mit den Wunden und mit der Kraft, mit dem was verletzt ist und mit dem was heilen will. In uns und in der Erde. Es gibt keinen Unterschied.
Wir sind untrennbar mit der Erde verbunden. Wir sind die Erde.
Wir stehen mit der Erde. Und ganz allmählich wachsen und sinken wir in das Bewusstsein hinein, dass wir als die Erde stehen.

 

Daraus kann sich ergeben, dass Du Lust hast, Dich am Platz abzurollen, zu strecken, an den Boden abzugeben - eben Bewegungen Raum zu geben, die Du in Deinem Körper gerade brauchst. Wer nicht so lange stehen kann oder mag, kann natürlich auch sitzen und das Gewicht über die Sitzhöcker an die Erde abgeben!

Vielleicht ist das auch der Einstieg in Deine Home-Office-Tanzzeit!

 

Vielen Dank Euch allen, die Ihr so wertschätzend auf meine Mails reagiert habt.

Vielen Dank für Eure Unterstützung, auch das finanzielle Netz!

Ich fühle mich so aufgerufen, mit meinen Worten weiter Verbindung und Bewegung anzuregen und aus Euren Rückmeldungen lese ich, dass meine Mails einen besonderen Nerv treffen (meinem Nerv gehts besser, danke! Aber der Zahn muss morgen zum Arzt. Ich geh mit!). Deshalb habe ich einen Blog auf meiner Homepage aufgemacht. "Alltagsexploration". Ich weiß nicht, wo das mit mir hinwill, aber da kopiere ich erstmal all diese Texte und Anregungen hinein.

 

Habt es so gut Ihr könnt!
 
Katja.
 
 
15. März 2020
 
Seit gestern gibt es den Beschluss, der es Sport-, Freizeit- und Begegnungsstätten, Musikschulen etc. gebietet zu schliesssen bzw ihre Aktivitäten einzustellen. Zwar sind Tanzräume mit somatischer Körperarbeit nicht ausdrücklich aufgelistet, aber ich werde auch mürbe davon, die Schlupflöcher und Ausnahmen zu suchen, zumal ich mich auf (mindestens) zwei Ebenen immer wieder damit verbinde, welchen Zweck die Einschränkungen haben.
 
Zum Beispiel habe ich darüber nachgedacht, die Formate zu verändern:
 
Viele kleine Inseln anzubieten, in denen Ihr Euch allein oder zu zweit/ zu dritt in "Eure Zeit, Euren Raum" ausbreiten könnt....
 
Oder Euch tägliche mails zu schreiben, mit Anregungen, auch zu Hause oder allein in der Natur in den Körper zu finden....
 
Aber.... ich hab jetzt gelesen, wie lang sich der Virus in Gewebe (in diesem Fall Kleidung!), Türgriffen, Fußböden hält. Wenn ich bedenke, wie gerne wir beim Tanzen in Kontakt sind, selbst wenn wir das Miteinander vermeiden würden, macht auch eine zeitliche Distanz aus der Sicht - nicht so viel Sinn. Es sei denn, ich desinfiziere nach jedem Besuch die Räume...absurd.
 
Mir - wie Ihr Euch denken könnt - aber viel wichtiger: Ich fühle und möchte annehmen, das Leben selbst mit seiner eigenen bewunderungswürdigen Intelligenz hätte uns dieses Virus geschickt. Und bei mir kommt so etwas an wie:
"Ich habe Euch was zu sagen. Aber ich brauche, daß Ihr ganz still werdet, damit Ihr mich hören könnt!"
Ich fühle und möchte annehmen, der Sinn und die Chance in all diesen Einschränkungen liegt darin, dass jede und jeder ganz auf sich zurückgeworfen ist. Sich mit dem verbindet, was dann auftaucht, an Sorgen, Ängsten, Bedürfnissen, lange ungehörten Impulsen und genau der Frage: wie kreiere ich mir selbst "meinen Raum/ meine Zeit".... Ohne dass sich da jemand mit noch weiteren Informationen einmischt. Auch keine Katja Langbehn.
 
Und apropos Katja Langbehn: mir hat das Leben in seiner bewunderungswürdigen Intelligenz noch Zahnschmerzen und einen angezündeten Gesichtsnerv geschickt, damit ich mal die Füße still halte.  Und statt mir Gedanken zu machen, wie ich Euch den Raum halten kann - mich auf meinen besinne.
 
Ich fühle, gerade jetzt, während ich das schreibe - so komme ich dem Puls dieser Zeit näher. So stimmt es für mich.
 
Das heißt nicht, dass es so für Euch stimmen muss. Vielleicht zeigt sich in den nächsten Tagen, daß Ihr eine von den oben vorgeschlagenen Möglichkeiten braucht, um "Eure Zeit/ Euren Raum" zu finden. Dann schreibt mir oder ruft mich an. Dann finden wir zusammen raus, was es braucht und ob und wie wir es zusammen umsetzen können!
 
Gehen wir davon aus, dass wir uns nach den Osterferien wiedersehen, sind Euch jetzt zwei Wochen tanzen! genommen. Gehen wir davon aus, dass sich die Lage bis zum Sommer beruhigt oder zumindest übersichtlicher gestaltet hätte, könnten wir die zwei Wochen in der langen Sommerpause "nachholen". Es steht Euch aber natürlich auch frei, Euren Dauerauftrag auszusetzen, bis sich die Situation geklärt hat. Bitte unterrichtet mich davon nur (braucht keine Gründe), dass ich mich darauf einstellen kann.
 
Ich gehe übrigen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der Nachmittag "den Wandel bewegen" bei gutem Wetter - draußen - in der Alten Gärtnerei - stattfindet. Wahrscheinlich aktueller, dringlicher, nötiger denn je. Wer weiss, wo wir in zwei Wochen stehen...Aber lasst uns irgendwann gemeinsam mit der Erde stehen!
 
Hingabe - kommt mir immer wieder in den Sinn.
Die Zeit fordert Hingabe. Ich wünsche Euch, und mir, dass sie uns gelingt.
Anzunehmen, was uns an neuen Wegen gezeigt wird!
Und uns auf neuen Ebenen zu verbinden.
 
.....ich schreibe mich gerade frei - merkt Ihr das? Mir kommen gerade so schöne Ideen.
 
Wir probieren mal was aus:
 
Ich möchte Euch einladen, Euch Eure Zeit/ Euren Raum genau zu unserer üblichen Tanzzeit/zum Tanztee einzurichten. Uns auf diese Weise zu verbinden und miteinander zu bewegen. Vielleicht macht Ihr es Euch zu Hause kuschelig. Oder geht raus in die Natur. Vielleicht steht Ihr mit der Erde, vielleicht legt Ihr Euch gleich hinein! Vielleicht macht Ihr Euch einen Tee. Vielleicht stellt Ihr Euch den Wecker für eine klare Anfangs- und Endzeit. Vielleicht geht Ihr in Gedanken in unseren Tanzraum und nehmt die anderen im Raum wahr. Vielleicht taucht aus Eurer Zellerinnerung genau die Einladung auf, die Ihr gerade braucht.
Ich bin da.
Und halte uns den Raum
Ich freu mich schon!
Und bin gespannt, was wir erleben!!
Vielleicht mögt Ihr mir oder den anderen was dazu schreiben. Ich leite weiter, wenn gewünscht.
 
Es umarmt Euch herzlichst und feste mit viiiel Kontakt aus der Ferne
 
 
die Katja.
 
 
 
 
12. März 2020
 
Was für stürmische und wacklige Zeiten!!
In meinem Kopf gehen schon die Nachrichten zum Sturm und zum Coronavirus durcheinander....
Und ich muss da was zu sagen....
 
Die Minister beraten zur Stunde über eine flächendeckende Schließung der Schulen und meine Freundinnen stornieren ihre Reisen....
Kein Kontakt, keine Meldung, die nicht vom Coronathema berührt wird. Es liegt ein Luftanhalten in der Luft. Verunsicherung.
Oder positiv ausgedrückt:
ein Innehalten.
Ich kann nicht anders - irgendwie find ich was gut dran.
Dass alle über das selbe Thema reden - eint irgendwie.
Dass uns, indem die Infektionsketten nachvollzogen werden, so vor Augen gehalten wird, wie vernetzt wir sind - auch offline.
Wie mobilisierbar wir Menschen plötzlich sind!
 
Was die Klimakatastrophe nicht bewirken konnte - Corona schafft es.
 
Das Äußere, so unvorstellbar Wichtige, Treibende, Ressourcenverschlingende - stoppen!
Innehalten. Sich bes-innen. Auf das, was uns wirklich wichtig ist.
 
Fehlgeleitet in meinen Augen dort, wo die Unsicherheit in Verunsicherung umschlägt, die Verunsicherung in Panik.
Wo die Angst vor Kontakt geschürt wird.
Die treibt ja nur die Geschichte voran, die wir uns sowieso schon viel zu lange erzählen: daß wir nur in der Vereinzelung, in der Separation überleben können.
 
Stattdessen brauche ich einen Ort, an dem ich SEIN kann. Mich verbinden kann, ohne Angst. Einen geschützten Raum, in dem ich nicht allein bin und doch mit mir all-eins. Wo ich mich nicht nur vom äußeren Rotieren ab-, sondern auch der Ruhe zuwenden darf! Meinen Gewissheiten ob der inneren Ordnung, die allem Natürlichen innewohnt - aber eben auch mir! Mir in meinem Körper.
 
Deshalb werde ich
solange es keine offizielle anderslautende  und eindeutige Handlungsanweisung gibt,
solange ich nicht krank werde
und solange jemand kommen möchte
meinen Raum und die tanzen!-Kurse für so ein SEIN und Forschen und Lauschen und Tanzen offenhalten!
 
Wer - vielleicht grade jetzt, an diesem Wochenende - so eine Rückbesinnung auf die innere Ordnung braucht (und vielleicht ja auch durch Absagen anderer Veranstaltungen plötzlich Zeit-für-sich gewonnen hat), ist herzlich willkommen,
beim ersten Modul unserer Jahresreise dabeizusein.
Es behandelt die äußere Strukturen und den Inhalt.
Und unter den besonderen Umständen wird das Ankommen in die Kraft und natürliche Ordnung des somatischen Spürraums besonders gewürdigt werden.
 

 

Kommt gut durch die Stürme dieser Tage!
 
Katja.