Ist das politisch, was wir hier tun?

 

Politisch zu sein ist nicht mein allererster Beweggrund.

Dass diese Arbeit politisch sein könnte, ist ein neuer Gedanke, der mich ungedacht schon lange begleitet.

In diesem Jahr 2019 habe ich mich auf die Reise begeben, die somatische Arbeit in einem grösseren Zusammenhang zu betrachten, anzuerkennen, dass sie uns ein Miteinander lehrt, dass wir in einer neuen Gesellschaftsform brauchen und zu erforschen, ob "dem Sinnlichen, Genussvollen und Spielerischen unsere größte politische Kraft innewohnt".

 

 

Liebe Wandelmutigen!

 

Vielleicht hast Du diese folgenden Informationen schon mehrmals bekommen, vielleicht bekommst Du sie zum ersten mal. Inzwischen sieht es sehr deutlich so aus, dass das "Sensing the Change" in der Villa Vier in Kiel vom 15. bis zum 18. Oktober mit einer (bis jetzt) kleinen Gruppe stattfinden wird! Es gibt aber noch ein paar mögliche Plätze.
Mit demselben SpürFühlBewegungsGedanken aber in einem kleineren Format biete ich am 26. September "Den Wandel bewegen" in der Alten Gärtnerei an.
Hier stelle ich Dir die beiden Angebote noch einmal vor und freue mich über Rückmeldungen!
 
  • Sensing the Change - 15.-18. Oktober  - Villa Vier in der Hamburger Chausse (ich bin "nur" Veranstalterin, Raumhalterin und Vermittlerin!!)
 
Ich durfte letztes Jahr Teil einer Forschungsreise sein und eine Woche lang im Schwarzwald in diesen Somatischen Raum eintauchen, von dem aus wir die Frage nach innen und in die Welt geschickt haben: 
"Könnte es sein, dass dem Sinnlichen, Genussvollen und Spielerischen unsere größte politische Kraft innewohnt?"
 
Ruby May, Daniel Werner, Heike Pourian und Andreas Duda hatten eingeladen und mithilfe von Werkzeugen aus dem Feld u.a. der Kontaktimprovisation, Authentic Movement, Body-Mind Presence, Trauma Release Arbeit,... einen Raum geöffnet und einen Weg geebnet.
 
Wesentliches Anliegen von "Sensing the Change"ist, aus der tiefen Wahrnehmung unserer eigenen Lebendigkeit das Engagement für diesen Planeten zu nähren.
 
Wir befinden uns im "Space between the Stories" (Charles Eisenstein). Das alte Narrativ von Patriarchat und Kapitalismus ist obsolet geworden, das Neue hat sich noch nicht manifestiert. Es liegt liegt vielleicht als Ahnung und Möglichkeit in der Luft, ist aber noch nicht Wirklichkeit geworden. Woran orientieren wir uns in diesem Zwischenraum, wenn alle Bezugssystme ins Wanken geraten? Was hilft uns, der Leere, dem Nichtwissen zu begegnen?
 
Die aktuellen Forschungsthemen des wachsenden Sensing-The-Change-Teams beziehen sich unter anderem auf das "Somatische Begleiten"  (dabei üben wir, uns gegenseitig bei der Selbstregulation zu unterstützen) und die "Empfindungssprache" ( die dazu einlädt, die Wahrnehmung unseres Innens in die Kommunikation in unser Außen miteinfließen zu lassen). Damit würden sie mit einem Zweierteam nach Kiel kommen und mit uns arbeiten!
Mit dem Coronahintergrund liegt ausserdem und vielleicht auch vornweg die Forschungsfrage nahe, wie viele unserer Handlungen angstbasiert sind.
 
Was sie sich von uns wünschen, ist:
  • Zeit und Verbindlichkeit
um mindestens drei volle Tage in diesen Somatischen Raum einzutauchen, zu verlangsamen, zu lauschen, zu beinhalten...
Bitte auch beinhalten, dass wir uns nicht für ein Ausruhwochenende treffen, sondern dass es uns um Transformation geht!
Also würden wir am Nachmittag des Donnerstags (15. Okt) gegen 17 Uhr in das Miteinander einsteigen. Mit ausreichenden Verdauungspausen und gemeinsam verhandelten Arbeitszeiten würden wir bis Sonntagnachmittag "durchmachen".
Wir würden uns tagsüber selbst versorgen oder mittags was essen gehen. Um Schlafplätze oder Heimfahrten müsste sich jede*r selbst kümmern, bitte.
  • Vorerfahrung
jedenfalls genug, um den inneren Somatischen Raum schon mal erlebt zu haben und zu wissen, dass/ vielleicht sogar wie sich der eigene Körper in der Bewegung selbst reguliert.
Genug, um selbstständig und eigenverantwortlich den Weg in den eigenen Körper zu finden, um von da aus den Raum mitzugestalten und nach der umfassenderen Auswirkung dieser Arbeit zu forschen.
Die Grundthese der Arbeit basiert auf Charles Eisensteins "Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich". Andreas hat eine Zusammenfassung zur Verfügung gestellt, die mail ich an die Teilnehmenden noch rum.
 
  • einen finanziellen Beitrag zu dem Seminar, der auf Spendenbasis im Sinne der Geschenkökonomie selbst zu finden ist. Damit alle Kosten zumindest gedeckt sind, geben wir eine Orientierungshilfe von 150 Euro.
 
Ich (Katja) brauche von Dir:
 
  • Eine verbindliche Anmeldung zu diesem Seminar. Oder zumindest ein Zeichen (ganz bald, damit Andreas planen kann), dass Du an der Teilnahme interessiert bist. Wenn ich Dich nicht kenne, schreib mir in ein paar Sätzen, welche Vorerfahrung Du hast und mit welcher Motivation Du teilnehmen möchtest.
 
 
"In der Verzweiflung über die Irrwege unserer Zivilisation zeigt sich die Liebe für das Leben.
Das gemeinsam zu spüren und zu fühlen kann die Basis für die Emergenz des wirklich Neuen sein " (Joana Macy)
 
 
 
  •  Den Wandel bewegen -  26. September 11-16 Uhr - in der Ökosiedlung Alte Gärtnerei
 
Ich lade dazu ein, über die Wahrnehmung des eigenen Körpers einen tieferen Kontakt aufzunehmen zur Erde und den Themen, die uns in unserem Sein mit der Erde bewegen. Ich lade dazu ein, über das Lauschen in die eigene Natürlichkeit Verbundenheit zu erleben, die einem engagierten Handeln zu einer anderen Grundlage verhilft.
 
Ich bin seit letztem Jahr eine dankbare Impulsaufnehmerin vom "Sensing The Change" https://sensingthechange.com/
In diesem Feld ist auch das "Mit der Erde stehen" ent-standen.
 
In der Alten Gärtnerei praktizieren wir das mit einigen Nachbarinnen jeden Morgen und sind so bereichert durch dieses Sich-Verbinden zum Beginn eines jeden Tages.
 
An dem Tag "Den Wandel bewegen" möchte ich einen kleinen Eindruck anbieten.
Dem Gedanken des "Sensing the Change" nachspüren.
Zum "Mit der Erde stehen" einladen.
 
Ich gehe davon aus, dass wir in der Ökosiedlung Alte Gärtnerei im Außengelände beginnen.
In der zweiten Hälfte möchet ich mit denen, die sich damit wohl fühlen, zum Ort des nächsten großen Kieler Verkehrsprojekts im Vieburger Gehölz gehen, in die Nähe der geplanten Südspange, die viele Bäume und eine große Gartenanlage ihr Leben kosten wird.
 
Unabhängig davon, ob eine den Nutzen so einer Südspange nun befürwortet oder nicht, wünsche ich mir, mich mit diesem Ort und seinen Schätzen mit einer Gruppe und öffentlich zu verbinden.
 
Hier noch eine von Heike Pourian geschriebene Einleitung: https://standing-with-the-earth.com/mit-der-erde-stehen/
 
Der Tag findet auf Spendenbasis statt.
Bitte auf jeden Fall anmelden